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Wilhelm wurde am 27. Januar 1859 in Berlin geboren. Er war der Sohn des späteren Kaisers Friedrich III. und der englischen Prinzessin Viktoria, der ältesten Tochter der Königin Viktorias. 1881 heiratete er Auguste Viktoria, sie war die Prinzessin von Schleswig-Holstein. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Wilhelm II. am 15. Juni 1888 den preußischen Königsthron und den deutschen Kaiserthron. Als erste Handlung als Kaiser entließ er den Reichskanzler Otto von Bismarck. Die Außenpolitik von Kaiser Wilhelm II. war nicht gleichmäßig, im Vordergrund stand das Demonstrieren von Stärke und Weltmachtstreben. Sein Ziel war es, Deutschland notfalls gewaltsam ganz nach vorne zu bringen, d. h. eine Vorrangstellung gegenüber den anderen europäischen Mächten durchzusetzen. Dazu baute er eine starke Hochseeflotte auf. Er sagte einmal: „Der Ozean ist unentbehrlich für Deutschlands Größe. Ohne Deutschland und ohne den Deutschen Kaiser darf keine große Entscheidung mehr fallen."
Die imperialistische Machtpolitik und die Kriegsbegeisterung von Kaiser Wilhelm II. verstärkten die internationalen Spannungen, die schließlich zum 1. Weltkrieg führten.
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